Wienkulturmedienfernsehenauszeichnung

"Ich wollte etwas Neues ausprobieren und mich in erfrischend-kritischer Weise mit sozialen Themen auseinandersetzen -Zitronenwasser eben", beschreibt Neo-Fernsehpreis-Gewinner Ernst Spiessberger die Idee hinter seiner Sendereihe, welche von 2012 bis 2013 auf Okto zu sehen war. Humorvoll und abseits gängiger Klischees haben Menschen mit Behinderung vor laufender Kamera aus ihrem Leben erzählt. In sehr persönlichen Interviews wurde deutlich, dass die gesellschaftliche Stigmatisierung für sie häufig eine größere Herausforderung darstellt, als die sonstige Alltagsbewältigung.

Leider kommen Menschen mit Behinderung kaum im Fernsehen vor und wenn, dann vor allem als Personen, die Hilfe brauchen", so Sendungsmacher Spiessberger. Anders in "Zitronenwasser": Anstatt in die Rolle bedauernswerter Opfer gedrängt zu werden, teilten die porträtierten Personen ihre Anliegen selbstbewusst der Öffentlichkeit mit. Moderiert wurde die Sendung von Martin Habacher, der selbst im Rollstuhl sitzt.

Mit dieser Herangehensweise stießen Ernst Spiessberger (Kamera, Regie und Produktion), Martin Habacher (Moderation) und Srdjan Bosanac (zweite Kamera) nicht nur bei Okto-ZuseherInnen und Youtube-UserInnen auf Gefallen, sondern konnten auch die Fachjury des 46. Fernsehpreises der Erwachsenenbildung überzeugen. Der Preis wird alljährlich von der ARGE Bildungshäuser, dem Büchereiverband Österreichs, dem Volkshochschulverband und dem Wirtschaftsförderungsinstitut an erwachsenenbildnerisch besonders wertvolle TV-Produktionen vergeben. Okto durfte sich bereits zum vierten Mal in acht Jahren über die Auszeichnung freuen. Das Wiener Communityfernsehen war somit nicht nur der erste Sender abseits des ORF, der den Preis gewonnen hat, sondern ist auch das Privatfernsehen, das ihn bisher am öftesten erhalten hat.

Die preisgekrönte Sendereihe zum "Nachschauen":
http://okto.tv/zitronenwasser

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Über Okto

Als nichtkommerzieller TV-Sender ist Okto seit Herbst 2005 mediale Plattform für eine pluralistische Gesellschaft. Der Mitmachsender bietet interessierten Menschen und Communities die Möglichkeit, ihre Themen und Anliegen selbstbestimmt ins Fernsehen zu bringen. Okto vermittelt das entsprechende Know-how und stellt die technische Infrastruktur sowie die Programmplätze bereit. Mit seinen vielfältigen, immer wieder ungewöhnlichen und oft widerspenstigen Inhalten bietet das partizipative Medium seinen Zuseher*innen ein interessantes Komplementärangebot, in dem vieles Platz hat, was weder im öffentlich-rechtlichen noch im privat-kommerziellen Fernsehen zu sehen ist.

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